Unser Ratgeber für Ihre Betriebshaftpflichtversicherung

Stellen Sie sich vor, ein Kunde stürzt auf Ihrem Firmengelände und verletzt sich. Sie müssen in diesem Falle alle entstehenden Kosten tragen, was im schlimmsten Fall zu einer jahrelangen Zahlung führen kann. Oder es kommt zu Schäden am Eigentum von Dritten, auch in diesem Fall sind Sie zur Zahlung verpflichtet. Ein Betriebshaftpflicht schützt Sie vor diesen und vielen weiteren Risiken, sodass Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können und gegen Schadensforderungen geschützt sind. Die Versicherung kann daher Existenzen retten und den Unternehmenserfolg sichern. Doch welche Punkte sind beim Abschluss wichtig und wie finden Sie die richtige Versicherung? Lesen Sie, wie Sie Ihr Unternehmen bestmöglich absichern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt Schäden im gewerblichen und freiberuflichen Bereich ab. Sobald Dritte Schadensersatzforderungen an Sie stellen, tritt die Betriebshaftpflicht in Kraft. Sie prüft die Forderungen und reguliert im berechtigten Fall den Schaden. Dabei wird die komplette Abwicklung über die Versicherung geregelt, sodass Sie lediglich den Antrag stellen und bei der Aufklärung behilflich sein müssen. Unberechtigte Forderungen werden abgewiesen, wodurch Sie auch gegen diese geschützt sind.

Der Schaden - Wer haftet?

Laut Gesetz sind Sie für alle aus Ihrer Tätigkeit entstehenden Schäden haftbar. Dieses Risiko ergibt sich aus dem Grundsatz der Selbstständigkeit und dem Wesen der Unternehmen. Es kann sich sowohl um Sach- als auch um Personenschäden handeln. Geschädigte Personen können an Sie Forderungen bezüglich der medizinischen Behandlung, der Nachsorge, des Verdienstausfalles und des Schmerzensgeldes stellen. Sollten bleibende Schäden vorhanden sein, dann kann es zu einer lebenslangen Zahlung kommen. Die Betriebshaftpflicht übernimmt hierbei die Regulierung des Schadens und entlastet Ihr Unternehmen.

Für wen eignet sich eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Während die klassische Haftpflichtversicherung private Angelegenheiten abdeckt, richtet sich die Betriebshaftpflicht an Unternehmen und Selbstständige. Hierzu gehören unter anderem:

Unternehmen, Betriebe, Firmen
selbstständig und freiberuflich tätige Menschen
freie Berufe
Gewerbetreibende

Haftpflicht-Risiken, sie treten in allen Bereichen auf

Sei es der eigene Online-Shop, die Tätigkeit als Nachhilfelehrer oder die Handwerkstätigkeit - Haftpflichtrisiken bestehen in allen Branchen. Sie lassen sich nicht vermeiden, sondern müssen durch eine entsprechende Versicherung abgedeckt werden. Da die Risiken unterschiedlich sind, wird beim Abschluss die jeweilige Branche angegeben, sodass eine individuelle Beitragsberechnung und Versicherungsgestaltung erfolgen kann. Da Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende für entstehende Schäden haftbar sind, ist der Abschluss einer Versicherung existenzschützend. Oftmals können hohe Schadenssummen auftreten, welche die Existenz der betroffenen Betriebe gefährden beziehungsweise zerstören kann. Sollten beispielsweise Kunden auf dem Firmengelände stürzen, dann können hohe Folgekosten auftreten.

Die Betriebshaftpflicht als Schutz

Die Betriebshaftpflicht fängt das Risiko auf und übernimmt die Schadensregulierung. Da mögliche Schäden nicht von der Unternehmensgröße abhängig sind, sollten alle Betriebe über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Zwar erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Schäden mit zunehmender Geschäftstätigkeit, jedoch kann bereits ein einziger Schadensfall zu einer das Betriebsvermögen überschreitenden Zahlungsverpflichtung führen. Aber auch kleinere Schäden beeinflussen die Geschäftstätigkeit. Somit sollte jeder, der selbstständig tätig ist, eine Betriebshaftpflicht abschließen und das Firmenvermögen schützen.

Welche Risiken können für Selbstständige, Gewerbetreibende und Unternehmen entstehen?

Unternehmen sind bei Ihrer Tätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Es kann zu Schäden an Personen, Gegenständen oder Vermögen kommen. Sollten Kunden oder Geschäftspartner einen Schaden erleiden, dann tritt die Betriebshaftpflicht in Kraft. Ob das beschädigte Kraftfahrzeug, der Sturz im Treppenflur oder die zerstörte Vase in fremden Geschäftsräumen - im Alltag sind Sie vielfältigen Risiken ausgesetzt. Diese lassen sich vermeiden und nehmen mit dem Grad der Tätigkeit zu. Daher ist es wichtig, von Anfang an optimal abgesichert zu sein. Die private Haftpflichtversicherung greift bei der Unternehmenstätigkeit nicht, sodass eine separate Versicherung notwendig ist. Diese wird an die Unternehmenstätigkeit angepasst und reguliert die unterschiedlichen Risiken.

Ein Beispiel von vielen

Wenn Sie beispielsweise einen Malerbetrieb besitzen, dann kann es auf der Baustelle zu verschiedenen Unfällen kommen. Schnell ist der Farbeimer umgestoßen und der Fußboden zerstört. Oder die wertvolle Inneneinrichtung erleidet einen Schaden. In diesem und vielen weiteren Fällen ist die Betriebshaftpflicht von Vorteil, da sie in Aktion tritt. Auch von Dächern herunterstürzende Objekte sind eine Gefahr und können zu Folgeschäden führen.

Wie kann eine Betriebshaftpflicht das Risiko minimieren?

Durch die Betriebshaftpflicht werden gerechtfertigte und abgedeckte Schäden reguliert und unberechtigte Forderungen abgewehrt. Sie sind gegen Unfälle geschützt und werden finanziell entlastet. Ob kleiner oder großer Schaden, die Haftpflichtversicherung ist in jedem Fall von Vorteil. Die Beiträge sind im Verhältnis zu den möglicherweise auf Sie zukommenden Forderungen als gering einzustufen. Sie werden individuell nach der Betriebsgröße und dem Risiko berechnet, sodass kleine, große und mittlere Unternehmen die richtige Versicherung finden.

Wer ist in der Betriebshaftpflicht versichert?

Die Betriebshaftpflicht umfasst alle Schäden, die von Ihrem Unternehmen verursacht worden sind oder zu verantworten sind und zulasten von Dritten gehen. Dabei kann es sich beispielsweise um Schäden handeln, die von leitenden Personen, wie dem Geschäftsführer ausgelöst wurden. Aber auch Ihre Mitarbeiter sind mitversichert. Als Arbeitgeber sind Sie für die meisten Handlungen der Angestellten verantwortlich, obwohl Sie keinen direkten Einfluss ausüben können. Die Betriebshaftpflicht deckt diese Haftung ab. Nicht versichert sind in der Regel von Subunternehmer verursachte Schäden, hierbei können Sie sich in der Regel allerdings auch an den Subunternehmer direkt wenden und Ersatz fordern.

Schäden untereinander - sie sind ausgeschlossen

Bei den meisten Versicherungen sind Schäden untereinander ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass Sie beispielsweise keinen Ersatz erhalten, wenn ein Mitarbeiter Ihr Inventar beschädigen sollte. Sollte ein Mitarbeiter einen Unfall erleiden, dann ist dies ebenfalls kein Fall für die Betriebshaftpflichtversicherung. Hier ist die Unfallversicherung gefragt, sodass auch für diese Ereignisse eine Absicherung gegeben ist.

Ist eine Betriebshaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben?

Im Allgemeinen ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung gesetzlich nicht vorgeschrieben. In Abhängigkeit der Branche kann jedoch eine Verpflichtung vorliegen. In jedem Fall ist die Betriebshaftpflicht zu empfehlen, um das Unternehmen vor finanziellen Forderungen zu schützen.

Gibt es Schäden, welche durch die Betriebshaftpflicht nicht abgedeckt werden?

Gegenseitige Schäden sind in der Regel ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass Sie beispielsweise keine Forderungen Ihrer Angestellten über die Versicherung abwickeln können. Selbstverständlich werden auch absichtlich oder grob fahrlässige Unfälle nicht übernommen. Wichtig ist zudem der Zeitpunkt des Schadens. Dieser muss innerhalb der Vertragslaufzeit liegen. Zudem muss die Schadensmeldung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erfolgen. Konkret bedeutet dies, dass Sie einen Schaden schnellst möglich der Versicherung melden müssen und keine Ereignisse aus vergangenen Zeiten anmelden können.

Schäden an gemieteten Objekten

Interessant ist dies beispielsweise bei gemieteten Objekten. Haben Sie an der Einrichtung Schäden verursacht und es werden durch den Vermieter Forderungen gestellt, dann müssen die Schäden zeitnah gemeldet werden. Am sichersten ist es, die Schäden direkt nach ihrer Entstehung zu melden und die Angelegenheit zu klären. Wichtig ist, dass Schäden an gemieteten Objekten durch die Versicherung abgedeckt sind, wenn Sie einen solchen Schutz wünschen. In einigen Versicherungsbedingungen werden Mietschäden ausgeschlossen. Sollten Sie hingegen ausschließlich Eigentum besitzen, seien es Gebäude, Maschinen oder Fahrzeuge, dann benötigen Sie keinen Mietschutz bei der Betriebshaftpflicht.

Auf welche Punkte sollten Sie beim Abschluss der Betriebshaftpflichtversicherung achten?

Wenn Sie die Versicherung abschließen, dann ist es wichtig, die eigene Tätigkeit umfassend zu beschreiben. Aus den Unterlagen muss klar zu erkennen sein, um welcher Risiken es sich handelt. Betreiben Sie beispielsweise einen Hausmeisterservice und übernehmen zudem auch Malerarbeiten und Gartenarbeiten, dann muss dies bei der Versicherung angegeben werden. Bei der Auswahl der Betriebshaftpflicht sollten Sie zudem auf die abgedeckten Risiken achten. So können beispielsweise Glasschäden, Schäden durch Wasseraustritt oder auch durch landwirtschaftliche Nutztiere verursachte Schäden ausgeschlossen beziehungsweise eingeschlossen sein. In einigen Fällen, beispielsweise bei den Tieren, können Sie auch zur Absicherung eine separate Versicherung (in diesem Fall eine Tierhalterhaftpflichtversicherung) abschließen. Alle Versicherungen verwalten Sie auf unserem Portal unkompliziert und haben die einzelnen Policen daher stets im Blick. Auch Schadensmeldungen lassen sich über das Portal organisieren, sodass Sie die benötigten Daten schnell zur Hand haben. Sie können alle über uns gefundenen sowie bereits bestehende Versicherungen in Ihren Account integrieren.

Welche Sonderleistungen können vereinbart werden?

Die einzelnen Sonderleistungen sind von der Branche abhängig, in welcher Sie tätig sind. Im Bereich der Kinderbetreuung können beispielsweise auch Ausflüge in Tierparks oder Museen versichert werden. Hierbei ist es wichtig, die Versicherungsbedingungen zu kennen, um zu wissen, welche Punkte bereits eingeschlossen sind und welche gesondert vereinbart werden müssen. Sollten im Nachhinein noch weitere Risiken hinzukommen, so können Sie diese der Versicherung melden und in der Regel abdecken lassen. Bestimmte Vermögensschäden müssen oftmals ebenfalls gesondert genannt werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um Schäden handeln, die durch die Nichterfüllung eines Vertrages entstanden sind.

Brauchen auch Kleinunternehmer eine Betriebshaftpflicht?

Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist für alle Selbstständigen zu empfehlen. Auch Kleinunternehmer sind bei Ihrer Tätigkeit Risiken ausgesetzt und es kann zu Forderungen kommen. Durch die Versicherung lassen sich die Risiken minimieren. Wichtig ist, die Betriebshaftpflicht direkt nach Aufnahme der Tätigkeit abzuschließen, damit der Schutz von Anfang an besteht. Auch wenn die Tätigkeit nebenberuflich ausgeübt wird, ist diese in der privaten Haftpflichtversicherung in der Regel nicht abgedeckt. Im Falle eines Schadens wird von der Versicherung geprüft, ob es sich um einen privat oder gewerblich entstandenen Schaden handelt. Verfügen Sie in diesem Fall sowohl über eine private als auch um eine betriebliche Haftpflichtversicherung, dann sind Sie bestens geschützt.

Welche Vorteile und welche Nachteile bietet die Betriebshaftpflicht?

Die Vorteile:

Durch die Betriebshaftpflichtversicherung sind Sie gegen Forderungen von Dritten geschützt. Sollten diese Ihnen gegenüber Ansprüche geltend machen, dann können Sie die Angelegenheit über die Versicherung abwickeln. Im Fall von unberechtigten Forderungen klärt die Betriebshaftpflicht die Situation, sodass Sie auch in diesem Fall geschützt sind. Sie müssen sich nicht mit rechtlichen Details beschäftigen und können sich auf die Rechtabteilung der Versicherungsgesellschaft verlassen. Diese verfügt über einen hohen Erfahrungsschatz und übernimmt die Regulierung. Oftmals stellen Geschädigte zu hohe Forderungen, da Sie beispielsweise den Schaden selbst beheben und überhöhte Kostenvoranschläge einreichen. Die Versicherungsgesellschaft setzt sich in diesem Fall mit den Geschädigten in Verbindung und kann eine individuelle Regelung treffen.

Sichern Sie sich die Kundenzufriedenheit durch die Betriebshaftpflicht

Auf der anderen Seite wird bei berechtigten Forderungen die Summen direkt an die Geschädigten gezahlt, sodass diese mit der Abwicklung der Angelegenheit zufrieden sind. Handelt es sich beispielsweise um Geschäftspartner oder Kunden, dann ist es wichtig, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Handelt es sich um hohe Forderungen, dann ist es gerade kleineren Unternehmen oftmals nicht möglich, die geforderten Beträge schnell zahlen zu können. Die Betriebshaftpflicht sorgt für eine schnelle und unkomplizierte Auszahlung, übernimmt Folgerechnungen und sorgt somit für eine hohe Zufriedenheit bei den Geschädigten. Einmal durch die Versicherung bewilligt, können die betreffenden Personen beispielsweise Rechnungen von Physiotherapeuten oder für medizinische Anwendungen bei der Versicherung einreichen und erhalten die Summen zeitnah ausgezahlt, beziehungsweise die Abrechnung findet direkt über den Dienstleister statt.

Nachteile:

Die Nachteile der Betriebshaftpflicht liegen in den zu zahlenden Beiträgen. Da diese jedoch niedriger als mögliche Schäden sind, handelt es sich um eine Absicherung für den Ernstfall. Ein weiterer Nachteil ist der gegenseitige Haftungsausschluss. Hierfür können Sie allerdings separate Versicherungen, beispielsweise Unfallversicherungen abschließen.

Wie läuft die Schadensregulierung ab?

Sobald ein Schaden entsteht, wenden Sie sich an die Versicherungsgesellschaft. Die Meldung kann in der Regel zunächst einmal formlos erfolgen. Anschließend erhalten Sie ein Formular zugesandt, in welchem Sie den Schadenshergang beschreiben. Sollten seitens der Versicherung noch weitere Fragen bestehen oder werden weitere Unterlagen benötigt, dann werden Sie erneut kontaktiert. Zudem können weitere Zeugen sowie der Geschädigte zum Geschehnis befragt werden. Nach erfolgreicher Prüfung erfolgt die Auszahlung der Schadenssumme.

Welche Rolle spielen Vorschäden bei der Betriebshaftpflicht?

Unter Vorschäden versteht man Versicherungsfälle, welche in einem bestimmten Zeitraum vor Vertragsabschluss aufgetreten sind. In der Regel werden Ihnen bei Antragsstellung verschiedene Fragen gestellt, unter anderem zu den Vorschäden. Hierbei sind meistens Ereignisse innerhalb der letzten drei beziehungsweise fünf Jahre entscheidend. Die Versicherung benötigt die Angaben, um das Risiko besser abschätzen zu können. Sie benennen die Art des Schadens und die Höhe und die Gesellschaft kann diese Daten in die Prüfung mit einbeziehen.

Ein Vorschaden ist kein Versicherungshindernis

Wenn es bereits zu Vorschäden gekommen ist, dann bedeutet dies nicht, dass kein Versicherungsabschluss möglich ist. Wichtig ist, dass Sie die Ereignisse korrekt angeben, da die Angaben als Voraussetzung für den Abschluss gelten. In diesem Zusammenhang wird auch oftmals nach dem Namen der Vorversicherung gefragt.

Welche Punkte sind bei der Beitragsberechnung wichtig?

Der Beitrag wird aufgrund Ihrer Angaben berechnet. Dabei sind unter anderem die Branche und die Unternehmensgröße wichtig. Sollten Sie beispielsweise Schüler unterrichten, verschiedene Standorte unterhalten oder Mitarbeiter beschäftigen, dann sind diese Punkte für die Abschätzung des möglichen Risikos wichtig und beeinflussen den Beitrag. Auch mögliche Sondervereinbarungen und Zahlungsmodalitäten spielen eine Rollen. Sollten Sie sich für eine mehrjährige Laufzeit entscheiden, dann werden oftmals Rabatte vergeben. Dadurch senkt sich der zu zahlende Beitrag. Dieser kann entweder monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder ganzjährlich beglichen werden.

Kann ich eine Betriebshaftpflicht wieder kündigen?

Wenn Sie beispielsweise einen Versicherungswechsel planen, dann können Sie die alte Versicherung im Rahmen der getroffenen Vereinbarung kündigen. Sie müssen in diesem Fall die Vertragslaufzeit und die Kündigungsfristen beachten. Haben Sie einen 3-Jahresvertrag abgeschlossen, dann kann die Kündigung erst zum Ende dieser Frist erfolgen. In vielen Fällen ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten vorgesehen, auch diese muss beachtet werden. Wichtig ist die Form der Kündigung, zu empfehlen ist ein Einschreiben, so besitzen Sie einen Nachweis über das Datum.

Kann ich im Nachhinein noch neue Risiken mitversichern?

Oftmals ergeben sich während der beruflichen Tätigkeit neue Geschäftsfelder und somit neue Risiken. In diesem Fall sollten Sie sich mit Ihrer Versicherung in Verbindung setzen, um auch neue Risiken abzusichern. Haben Sie beispielsweise Ihr Unternehmen vergrößert, neue Standorte eröffnet, die Mitarbeiterzahl erhöht oder die Branche gewechselt, dann kann sich dies auf den Versicherungsvertrag auswirken. Die Änderungen werden aufgenommen, Sie erhalten eine Korrektur des Versicherungsscheins und bei Bedarf findet eine Anpassung des Beitrages statt.

Wie läuft die Verwaltung meiner Versicherungen ab?

Durch den Online-Vergleich finden Sie die beste Versicherung für Ihr Unternehmen. Sie geben die Suchkriterien ein und erhalten eine Liste der möglichen Versicherungen. Nach Abschluss des Vertrages können Sie Versicherungen im Online-Archiv ablegen und verwalten. Auch Fremdverträge lassen sich hier hinzufügen. Dadurch behalten Sie stets die Übersicht und können im Schadensfall schnell reagieren. Das Schadensmanagement wird vereinfacht und Ihr Unternehmen beziehungsweise Ihre Tätigkeit ist optimal abgesichert.

Wie wichtig ist die Versicherungssumme?

Die Versicherungssumme begrenzt die Haftung der Versicherung. Sie liegt in der Regel im ein bis zweistelligen Millionenbereich und ist daher nur bei größeren Schäden entscheidend. Für kleinere Schadensfälle können ebenfalls Obergrenzen bestehen, wie beispielsweise bei der Übernahme von Übernachtungskosten oder ähnlichem. Bei einem Vergleich der Versicherungen sollten Sie die Versicherungssummen in jedem Fall betrachten und die Leistungen und die Kosten miteinander vergleichen. Nicht immer führt eine niedrige Versicherungssumme auch automatisch zu einer günstigeren Versicherung.

Personenschäden und Sachschäden - Was muss ich hierbei beachten?

Ein Schadensfall kann sowohl Personen- als auch Sachschäden beinhalten.

Bei den Personenschäden handelt es sich entweder um Verletzungen oder um Todesfälle. Die Kosten sind in diesem Fall oftmals nicht direkt abzuschätzen, da es zu Folgekosten oder weiteren Schmerzensgeldern kommen kann. Die Versicherung übernimmt hierbei die Abwicklung, sodass alle Arztkosten und Ausgaben für Nachbehandlungen beglichen werden.

Sachschäden sind Forderungen aus der Beschädigung oder Zerstörung von fremden Eigentum. Hierbei kann die Versicherung entweder die Instandsetzung oder die Kosten für eine Neuanschaffung bezahlen. Wichtig ist, die maximale Höhe zu beachten. Die Angabe der Versicherungssumme ist meistens in Personen- und Sachschäden unterteilt, zudem sind hierbei in einigen Fällen auch Angaben zu Mietschäden zu finden.

Kann ich den Beitrag der Betriebshaftpflicht beeinflussen?

Der Beitrag der Betriebshaftpflicht hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann in gewissem Masse beeinflusst werden. Oftmals werden bei der jährlichen Zahlungsweise Rabatte vergeben. Auch der Abschluss eines mehrjährigen Vertrages kann finanziell von Vorteil sein.

Welche Fragen werden mit bei Vertragsabschluss gestellt?

Wenn Sie den Antrag stellen, dann werden Ihnen verschiedene Fragen zu Ihrer Unternehmenstätigkeit gestellt. Dabei handelt es sich unter anderem um die Unternehmensgröße, die Anzahl der Mitarbeiter, die vorhandenen Fahrzeuge und die vorhandenen Unternehmensstandorte. Auch die Branche ist für die Beitragsberechnung wichtig. Da einige Geschäftsfelder höhere Risiken aufweisen, muss die Versicherung sich ein umfassendes Bild von der Tätigkeit verschaffen. Sollten Sie beispielsweise eine Hundeschule betreiben, dann müssen Sie vielfach die Zahl der Kunden abschätzen. Dabei können Sie sich entweder auf Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren berufen oder eine Hochrechnung der aktuellen Situation vornehmen. Sollten sich diese Zahlen verändern, dann haben Sie auch später die Möglichkeit, diese Änderungen der Versicherung zu melden.

Mögliche Fragen bei Vertragsabschluss:

Anzahl der Mitarbeiter
geschätzte Kundenzahl
Anzahl der Fahrzeuge
Firmensitze
Branche
gemietete Geschäftsräume oder Firmeneigentum

Worauf muss ich beim Vergleich der Betriebshaftpflicht achten?

Wenn Sie die Versicherungen miteinander vergleichen, dann müssen Sie unter anderem auf die Vertragslaufzeit und die Versicherungsbedingungen achten. Es können beispielsweise verschiedene Leistungen ausgeschlossen werden, was den Beitrag senken kann. Durch den Abschluss von mehrjährigen Versicherungsverträgen können ebenfalls Rabatte erzielt werden. Auch die Versicherungssummen sind ein wichtiger Punkt bei der Wahl der Versicherung. Zwar werden die Summen nur bei extrem hohen Schäden erreicht, jedoch bietet eine höhere Versicherungssumme eine höhere Absicherung.

Was versteht man unter dem passiven Rechtsschutz?

Nicht jeder Schaden, der Ihnen gemeldet wird, ist auch gerechtfertigt. Doch ohne eine Versicherung müssten Sie in diesem Fall die Kosten für die rechtliche Regelung zunächst einmal selbst tragen. Wenn Sie über eine Betriebshaftpflicht verfügen, dann genießen Sie den sogenannten passiven Rechtsschutz. Die Versicherung überprüft die Berechtigung und die Höhe der Forderung und übernimmt die Regulierung. Dadurch sind Sie vor ungerechtfertigten Forderungen geschützt und müssen sich keine Sorgen um die Klärung der Angelegenheit machen. Ist der Anspruch hingegen gerechtfertigt und von der Versicherung abgedeckt, dann wird der Schaden von der Betriebshaftpflicht übernommen und bezahlt. Die Zahlung erfolgt in der Regel direkt an den Geschädigten, sodass Sie sich nicht um die Formalitäten und das direkte Vorgehen kümmern müssen. Diese entlastet Ihren Betrieb und Sie können sich auf das Wesentliche, nämlich die Unternehmenstätigkeit konzentrieren. Rechtliche Besonderheiten, Zahlungsmodalitäten und eventuelle Nachforderungen werden von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft geklärt und geregelt.

Was sind Wartezeiten?

Wenn Sie erstmalig eine Versicherung abschließen, dann kann es zu Wartezeiten kommen. Diese sollen verhindern, dass bereits laufende Schäden über die Versicherung abgerechnet werden. Die Wartezeiten entfallen häufig, wenn eine Vorversicherung vorhanden sein sollte. Ob eine Wartezeit vorhanden ist, können Sie im Versicherungsantrag, im Versicherungsschein oder in den Versicherungsbedingungen nachlesen. Die Dauer der Wartezeit beträgt meistens drei Monate. Sie kann laut Vertrag auch ausgeschlossen werden.

Was ist eine Vermögenshaftpflicht?

Die Vermögenshaftpflichtversicherung gehört in den Bereich der Berufshaftpflichtversicherung. Sie deckt echte Vermögensschäden ab, diese können aus einem Berufsversehen resultieren. Echte Vermögensschäden sind beispielsweise Schäden, die aus einer Verletzung der vertraglichen Sorgfaltspflicht entstehen können. Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist unter anderem eine Pflichtversicherung für Rechtsanwälte. Jedoch ist diese Versicherung für viele weitere Berufe interessant. Vor allem bei Dienstleistern, die zum Beispiel prüfende, beratende, aufsichtsführende, verwaltende, begutachtende oder vollstreckende Tätigkeiten ausführen ist der Abschluss der Vermögenshaftpflicht zu empfehlen.

Vermögensschäden - es kann jeden treffen

Echte Vermögensschäden aus abgelaufenen Fristen, Planungsfehler oder fehlerhaften Vorbereitungen sind allgemeine Haftungsfälle, in denen die Versicherung eintritt. Dies kann für Übersetzer, Architekten, Immobilienmakler, Steuerberater, Ärzte, Wirtschaftsprüfer und viele weitere Berufsgruppen von großer Bedeutung sein. Die Höhe der Deckungssumme sollte sich bei der Vermögenshaftpflichtversicherung nach den möglichen Schadenssummen im Hinblick auf das auftraggebende Unternehmen orientieren. Eine Einstufung anhand der eigenen Unternehmensstruktur wäre hier nicht ausreichend. Ebenso bietet eine alleinige Betriebshaftpflichtversicherung für echte Vermögensschäden nicht genügend Absicherung. Oftmals werden Kombinationsprodukte beider Versicherungen angeboten oder die Vermögenshaftpflicht kann als Sonderleistung integriert werden.

Kombination aus Betriebshaftpflicht und Vermögenshaftpflicht

Einige Versicherungsgesellschaften haben eine Kombination aus Betriebshaftpflichtversicherung und Vermögenshaftpflichtversicherung im Angebot. Bei jedem Angebot sind die Deckungssumme und der Versicherungsumfang zu beachten. Wobei die Deckungssumme die wichtigste Größe für den Versicherungsbeitrag ist, dennoch sollten Sie die Versicherungssumme eher höher abschließen als niedriger. Zudem ist eine eventuelle Schadensumme nur schwer einzuschätzen ist. Da selbst bei größter Sorgfalt Fehler geschehen können, ist es beruhigend zu wissen, dass im Schadensfall die Vermögenshaftpflicht für echte Vermögensschäden eintritt.

Wie kann eine Betriebshaftpflicht mein Unternehmen schützen?

Die Betriebshaftpflicht schützt Sie vor dem Risiko großer Forderungen aus Schadensfällen. Gleichzeitig vereinfacht Sie die Schadensregulierung. Ihre Existenz wird gesichert und Kunden und Geschäftspartner im Schadensfall schnell entschädigt. Diese einfache und unkomplizierte Vorgehensweise ist für das Weiterbestehen von Unternehmen essentiell. Gleichzeitig gestalten sich der Abschluss und die Verwaltung der Versicherungen sehr einfach. Sie haben alle Fakten stets im Überblick und können selbst Fremdverträge in das System integrieren. Entscheiden Sie selbst, welche Leistungen Sie wünschen und wählen Sie den passenden Versicherungsschutz für sich und Ihr Unternehmen aus. Der Online-Abschluss macht Sie unabhängig von endlosen Gesprächen mit Versicherungsvertretern und Sie finden das passende Angebot für Ihre Unternehmenstätigkeit. Sie kennen alle Fakten und können zielgerichtet entscheiden.

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